Das kompakte Expeditions-schiff für wissenschaftliche Arktisfahrten
Die Ulla Rinman von norlengs ist ein eisverstärktes, 24 Meter langes Expeditionsschiff für individuelle Einsätze in arktischen Gewässern rund um Spitzbergen. Perfekt geeignet als schwimmende Basis für Forschungsprojekte an Land und im Wasser. Flexibel, vielseitig und bestens ausgerüstet.
- Einsatzgebiet: Spitzbergen und Island
- Für Teams bis 11 Personen
- Saison: Mitte April bis Ende Oktober
Jetzt planen, Verfügbarkeit prüfen und direkt
Die großen Stärken unseres kleinen Schiffs
Trotz ihrer geringen Größe ist die Ulla Rinman ein komfortables Basislager. Die clevere Raumaufteilung ermöglicht ebenso ausreichend Platz für effizientes Arbeiten wie für das gemeinschaftliche Leben mit etwas Privatsphäre an Bord. Auf dem großen Vordeck steht reichlich Stauraum für Geräte und Ausrüstung zur Verfügung – auch für größere Boxen, Kühl- und Gefrierschränke.
Der kleine, wendige Eisbrecher kann nah an den Uferbereich heranfahren und erreicht damit Gebiete, die für größere Schiffe unzugänglich sind. Für zeitlich und örtlich flexible Landgänge stehen zwei Tenderboote zur Verfügung.
Die Vorteile im Überblick
- Sichere Landgänge mit zwei modernen Dingis. Ein Zodiac mit Platz für 15 Personen.
- Als Eisbrecher konstruiert – fahrbereit auch bei Drift- und Treibeis.
- Als ehemaliger Seenotrettungskreuzer verlässlich und sicher bei jeder Witterung.
- Großer Kraftstofftank für längere Fahrten. Reichweite bis 3.000 Seemeilen.
- Funktionale Ausstattung – für die Arbeit an Bord, an Land und auf dem Wasser.
- Kompetente und erfahrene Crew, die mitdenkt und für jede Herausforderung eine Lösung findet.



Projekte in arktischen Gewässern
für kleine Teams mit Anspruch an Professionalität und persönlichen Support
Wir unterstützen auf Wunsch bereits bei der Planung, bieten eine gute Ausstattung und entwickeln passende Lösungen. Vor und auch während der Fahrt. Somit sind die Forschungsteams in der Lage, gemeinsam oder in kleinen Einsatzgruppen Datenerhebungen, Probenahmen und Arbeiten auch spontan und in abgelegenen Gebieten flexibel durchzuführen. Wir machen gerne Ausnahmen, weichen von festen Plänen ab und gehen auf zeitliche und organisatorische Änderungen ein.
Notwendige Erweiterungen zu den vorhandenen Installationen können in unserem Heimathafen individuell nach Wunsch erstellt, montiert und ggfs. auch im Verlauf der Fahrt nachgerüstet werden.
Die Crew der Ulla Rinman verfügt über viele Jahre Erfahrung in arktischen Gewässern, im Umgang mit Forschungsteams und den Bedingungen an Land und im Wasser. Sie kennt sich aus mit lokalen Vorschriften und Gegebenheiten.
Für Wissenschafts- und Forschungsteams der Bereiche Geologie, Glaziologie, Archäologie, Meeresforschung und mehr
Für Filmteams, die in abgelegener, anspruchsvoller arktischer Umgebung arbeiten wollen – an Land und auf See im Fjord/ Küstenbereich
Unsere Leistungen
für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Land
Mit zwei modernen Shuttle-Booten bringen wir ForscherInnen unterschiedlichster Bereiche sicher und flexibel an Land und wieder zurück an Bord:
- Geologen-Teams gelangen auch an entlegene Outcrops
- Glaziologinnen und Glaziologen kommen unmittelbar an die Gletscher heran
- Archäologinnen und Archäologen verschiedener Fachdisziplinen erreichen Erkundungs- und Ausgrabungsstellen an Land und unter Wasser gleichermaßen
- Ornitologen bzw. Vogelkundlerinnen kommen mit uns von der Wasserseite aus an die Brutplätze
- Biologen und Biologinnen bringen wir zu ihren Landing Sites und holen sie wieder ab
Unsere Crew sorgt für optimale Abläufe und einen verlässlichen Transport der benötigten Ausrüstung.
Forschungsarbeiten im Wasser und auf dem Meeresgrund
Unsere umfangreiche Spezialausrüstung ermöglicht die professionelle Entnahme von Proben und Sedimenten aus dem Wasser und vom Meeresboden in Küstennähe – auch in unerforschten Gebieten. Direkt von Bord aus, auf Wunsch mit aktiver Unterstützung der erfahrenen Crew:
- Mit Hilfe unserer leistungsstarken Winches nutzen Meeresbiologen und Biologinnen zum Beispiel die 7,5 l Niskinflaschen an Bord zur Entnahme von Wasserproben
- Meeresgeologen profitieren von unserem 50 kg/ 900 mm Schwerelot für Sedimentproben am Meeresgrund
- Forschende der Geochemie unterstützen wir mit einer CTD Winch und weiteren speziellen Anbaugeräten
- Forschungen zur Meeresakustik, zu Unterwassergeräuschen und Unterwasserschall unterstützen wir mit der Bereitstellung ozeanographischer Messgeräte
außerdem: für Ski-Abenteurer im hohen Norden

Skienthusiasten finden in Spitzbergen sagenhafte Schnee- und Abfahrtbedingungen vor.
Wir bringen sie an die besten Plätze. Mit dem Zodiac geht es morgens an Land und später wieder aufs Schiff. Anschließend lassen alle gemeinsam den Tag bei einem guten Essen ausklingen. Das ist Abenteuer pur in einer traumhaften Landschaft!
Saison: Anfang Mai bis Juni
Die Ausstattung
Zusätzliche Installationen an Bord sind möglich! Unser Bordtechniker unterstützt gerne bei der Konstruktion von individuellen Hilfsmitteln, baut Vorhandenes aus oder um, entwirft Neues. Mit viel Know-how, Kreativität und Erfahrung.
Die ständige technische Ausstattung an Bord:
2 fest installierte Hydraulik-Kräne, zum Beispiel zum Aussetzen von Mooring-Installationen, Bojen und technischem Equipment. (0,5 t / 7 m und 0,7t / 4 m).
CTD-Winch auf dem Achterdeck für Einsätze bis 600 Meter Tiefe
Großzügige Decksbereiche: Platz für wissenschaftliches Equipment, Messgeräte, Spezialausrüstung, Proben und Kühlmöglichkeiten
Stromgeneratoren für eine kontinuierliche Stromversorgung 20KVA 230/380V 50Hz
Vollständige Satellitenkommunikation für zuverlässige und stabile Internet-Verbindung
Gravity Core System
Gefrierschrank für Proben, 300 l, -20 °C
Kühlschrank für Proben, 100 l
Arbeitsbereich mit Bildschirm und Whiteboard
Tauchausrüstung:
Atemluftkompressor 225 bar
Tauchflaschen 12 l und 15 l
Bleigewichte
Niskin-Flaschen 2 × 7,5 l
Schwerkraft-Probennehmer 50 kg, 900 mm lang, 50 mm Durchmesser
Seitlich montierte Stange für Messgeräte wie z. B. breitbandige akustische Systeme
2 Shuttle-Boote für sichere und flexible Landgänge des ganzen Teams
Beiboot 1: Zodiac Milpro MK 5 HD, Yamaha 50 PS, Personenzahl: 15
Beiboot 2: Pioner 14 ft, Suzuki 30 PS, Personenzahl: 5
Virtueller Rundgang
Die Ulla Rinman im 360° Modus
Einfach mit der Maus oder dem Finger über das gesamte Deck „spazieren“ und das Schiff aus jeder Perspektive betrachten. Oben rechts in der Zeichnung kann der jeweilige Bereich des Schiffs angewählt werden: Das Vordeck, das Achterdeck, die Kajüten, die Kombüse, der Aufenthaltsraum, der Steuerstand, der Maschinenraum, die Sanitärräume. Im Hintergrund ist die wunderschöne Landschaft mit den eisbedeckten Bergen zu sehen. Die Tour ist einfach zu bedienen und erfordert keine technischen Vorkenntnisse.





Die Crew
Organisatoren, Technik- und Kochteam, Ansprechpartner in allen Wetterlagen
Mana und Jan-Friedrich Walther sind seit 2019 Eigner des ehemaligen Seenotrettungskreuzers. Die beiden Allrounder sind immer mit dabei. Sie sorgen für Struktur im Bordrhythmus und gute Stimmung an Bord. Kümmern sich darum, dass die Technik stimmt, das Essen pünktlich auf dem Tisch steht, dass die Boote pünktlich abfahren und die nötigen Geräte zur Verfügung stehen.
Professionell aber ganz ohne hierarchische Ansprüche:
Auf der „Ulla” geht es locker zu, man ist per du, jeder packt mal mit an wenn es nötig ist. Je nachdem richtet sich das Team mit den Logistik- und Verpflegungszeiten nach den Bedürfnissen und Wünschen der Passagiere
Leben und arbeiten an Bord
Vollverpflegung, Strom, Wärme und Wasser …
Die Ulla Rinman bietet nicht nur eine funktionale und ruhige Umgebung für längere Expeditionen und wissenschaftliche Einsätze
sondern auch eine sehr persönliche, familiäre Bordatmosphäre!

Arbeiten an Bord
An Bord stehen flexible Arbeits-flächen zur Verfügung. Außerdem eine effiziente Ausrüstung für professionelles Arbeiten: Eine CTD Winch für Sediment-Untersuchungen sowie 2 Hydraulik-Kräne – 4 und 7 Meter.

Verpflegung – für Leib und Seele
Ein gutes Essen gibt dem Tag zusätzliche Struktur und holt alle an einen Tisch. Es macht satt und gute Laune!

Unterkünfte
Bequeme Kojen sind ein Muss nach einem langen Tag!
Auch auf längeren Fahrten finden alle ihren Platz an Deck in einem der gemeinsamen Aufenthaltsräume oder in der Kajüte.

Aufenthalt an Deck
Die Deckflächen bieten Platz für getrennte Aufgabenbearbeitung einzelner Teams, Stau- und Lagermöglichkeiten für Proben und für Beobachtungen vom Schiff aus.
Short Facts – Technische Daten
Technische Übersicht:
Ulla Rinman
Longyearbyen, Spitzbergen
Schiff mit begrenzter Passagierkapazität für bis zu 12 Personen
Material: Stahl, eisbrechender Bug, eisverstärkt
8 kn
24 m³
60 Tage / 3000 sm
23,82 m
6,90 m
3,1 m
30 V / 380 V, 50 Hz
4 (2x Doppelkabinen,1x 3-Bettkabine, 1x 4-Bettkabine)
Gäste: bis 11 (empfohlen 8–10)
Die Ulla rinman – Shortstory
Das Schiff wurde 1970 auf der Falkenberg Varv südlich von Göteborg gebaut – damals als zweitstärkster Rettungskreuzer Schwedens. 33 Jahre war es im Einsatz. Finanziert wurde der Bau größtenteils von der „Society of Life Buoys“.
Das Schiff wurde als Eisbrecher gebaut, um auch im Winter Krankentransporte zu ermöglichen, Hebammen zu fahren, Schulkinder in die Schule zu bringen, Wege für Fähren freizumachen, Fischer in Seenot zu retten und notfalls auch abzuschleppen. Dafür war eine Bugbewehrung von 24 Millimeter dickem Stahl notwendig, zudem verfügt das Schiff über Eispropeller aus Edelstahl mit drehbaren Flügeln. Das Deckshaus besteht aus Aluminium.
Im Jahr 2003 wurde das ehemalige Flaggschiff der Seerettungsgesellschaft an eine Privatperson in Halmstad, Schweden, verkauft. Seit 2009 ist das Schiff in Spitzbergen beheimatet.
2019 erwarben Mana und Jan-Friedrich Walther die „Ulla“. Sie restaurierten das Schiff mit viel Gefühl, legten stets Wert darauf, dass das äußere Erscheinungsbild des historischen Eisbrechers nicht verändert wird. Lediglich auf dem Oberdeck wurde eine Plattform für ein zweites, großes leistungsstarkes 50 PS-Schlauchboot angebaut, um die Forschenden sicher an Land überzusetzen.
Wer war Ulla Rinman?
Die Schwedin, geb 1874, sammelte Gelder für den Aufbau einer Seenotrettung und für die Unterstützung von Familien die durch Seenotfälle in Not geraten waren.


